Über uns – die Ölmanufaktur vom Huttenberg


 

Qualität, Genuss und Nachhaltigkeit zu vereinen ist uns ein persönliches Anliegen. Daher wählen wir nur die besten Saaten für unsere Speiseöle. Und wenn schon das Beste, dann gleich das Allerbeste! So gesehen ist es ein Muss, zu Qualität aus kontrolliert ökologischem Anbau deutscher Bauern zu greifen.

Aber warum stammen nicht alle Saaten unserer Speiseöle aus deutschem, ökologischem Anbau?

Für einige Saaten haben wir derzeit noch keine deutschen Produzenten gefunden. Aber wir suchen weiter.

 

 

Uns von der Ölmanufaktur vom Huttenberg geht es nicht um Menge, es geht um Qualität. Es geht um die Natur und es geht um den Menschen.

Es geht darum, all diese wunderbaren Speiseöle aus Saaten zu gewinnen, die regional angebaut werden. Es geht darum, ökologische Landwirtschaft, Verarbeitung und Verkauf wieder direkt vor unsere Haustür zu holen.

Über uns - Ölmanufaktur vom Huttenberg · Qualität, Genuss und Nachhaltigkeit zu vereinen ist unser Anliegen.

Märkte, Messen & Events auf denen Sie uns antreffen


 

Zur Zeit haben wir keine Markttermine, da wir uns in der Obstpress-Saison befinden.
Wenn Sie einen Termin zum Obst pressen buchen möchten, gehen Sie bitte auf unsere Webseite www.gedeih-verzehr.de

Unser Ladencáfe hat weiterhin geöffnet.

 

Ölmanufaktur vom Huttenberg · Märkte, Messen und Events auf denen Sie uns antreffen

Balsam für die Seele

Pressebericht der Freien Presse vom 11.09.2018


Bislang war Danilo Braun aus Langhennersdorf mit seiner mobilen Ölmühle auf vielen Märkten von Leipzig bis Tharandt zu finden. Nun ist er sesshaft geworden.

 

Langhennersdorf. Aus der Maschine kommt der Latte Macchiato, natürlich aus frisch gemahlenen Bohnen. Der Start-up-Unternehmer persönlich sorgt für das Deko-Muster im Milchschaum. Von der Decke hängen kugelförmige Glühbirnen, die den Raum in ein bronzefarbenes Licht hüllen. Das elfenbeinfarbene Schrankregal erinnert an Shabby Chic - also jene Optik, bei der Möbel etwas heruntergekommen wirken sollen. Auf der Karte stehen ausschließlich Bio-Produkte. Willkommen im Prenzlauer Berg, möchte man meinen. Oder in der Leipziger Südvorstadt. Aber weit gefehlt: Dieses Laden-Café mit angeschlossener Schau-Manufaktur findet sich weit weg von den angesagten Szene-Vierteln. Nämlich in Langhennersdorf, Mittelsachsen, in der Provinz also, die zwar in Langhennersdorf einen Flugplatz, aber sonst augenscheinlich nicht mehr viel zu bieten hat.

 

Zuletzt schloss noch der Blumenladen, erzählt Danilo Braun. Gemeinsam mit Gattin Katja stemmt er sich gegen die Landflucht: „Wir wollen zeigen, dass es auch auf dem Land geht.“ Im August haben sie ihr Ladencafé eröffnet. Ölmanufaktur vom Huttenberg heißt es, denn eigentlich spielt nicht der Kaffee die Hauptrolle, sondern das Öl. Danilo Braun hatte zunächst mit der mobilen Saftmosterei von sich reden gemacht. Seit 2016 betreibt er die mobile Ölmühle. In einem kleinen Wagen klappert er die Naturmärkte ab, von Leipzig bis in die Lausitz. Er setzt konsequent auf Regionalität - auch bei der Herkunft der Rohstoffe. Die für Hanföl verwendeten Pflanzen baut ein Seifersdorfer Betrieb beispielsweise quasi hinter ihrem Haus an. Leinsamen kommen von einem Feld in Leisnig. Und die Kürbiskerne, bisher noch aus Bayern angeliefert, sollen auch bald aus Sachsen bezogen werden. Wenn die Ernte nicht wieder - wie in diesem Jahr - der Trockenheit zum Opfer fällt.

„Wir wollen den Kreis immer enger ziehen“, erklärt Danilo Braun. Die Regionalität ist für ihn und Gattin Katja eine Haltung. „Für uns sind Lebensmittel im eigentlichen Sinn sehr wichtig“, sagt sie. „Am besten bringen die Leute Zeit mit – für sich und das, was sie zu sich nehmen.“ Das lohnt sich. Beim Frühstück im Café stammen die meisten Speisen direkt aus ihrem Garten – oder zumindest dem Backofen. Käse beziehen sie etwa aus Gahlenz, Backwaren aus Oederan. Wer will, kann aber auch einkaufen, zumindest, was man so zum Essen braucht, um übers Wochenende zu kommen.

 

Und dazu Öl. Der Geschmack des Leindotteröls erinnert an frische Schoten und grünen Spargel. Mohnöl kann sich seiner Herkunft geschmacklich nicht verleugnen. Hanföl hat eine erdig-nussige Note. Danilo Braun sagt: „Man sagt, das ist das Olivenöl des Nordens.“ Kürbiskernöl schmeckt fruchtig, leicht schokoladig – wohl auch, weil die Kerne nicht geröstet werden. Im nächsten Jahr kann das schon ganz anders werden. „Jede Ernte ist anders.“

 

Aber immer kommt etwas dabei heraus, das Körper und Seele guttut. Wie die ländliche Umgebung. „Wegen der Ruhe“, sagt Danilo Braun. Und wegen der Kinder, die hier Platz zum Toben finden. Manchmal bleibt Zeit für altes Handwerk. Katja Braun hat Spinnen gelernt. Und so würde es einen nicht wundern, wenn eines Tages auch Pullover zum Sortiment der Ölmanufaktur gehören. Selbst gestrickt aus selbst gesponnener Wolle – von eigenen Schafen, versteht sich.

 

Die Ölmanufaktur vom Huttenberg in Langhennersdorf, Ziegeleiweg 9, ist mittwochs und freitags von 13 bis 18 Uhr sowie samstags von 7.30 bis 11 Uhr geöffnet. Frühstück nach Voranmeldung.

 

 

Fotos: Frank Hommel